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 Dracula im Schloss des Schreckens 
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Beitrag Dracula im Schloss des Schreckens
Dracula im Schloss des Schreckens

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Originaltitel : Nella Stretta Morsa Del Ragno / Les Fantômes de Hurlevant

Alternativtitel :
And Comes the Dawn... But Colored Red
Dracula in the Castle of Blood
E venne l'alba... ma tinto di rosse
Edgar Poe chez les morts vivants
In the Grip of the Spider
Le Prisonnier de l'araignée
Web of the Spider

Produktionsland : Italien / Frankreich / Deutschland
Produktionsjahr : 1970

Genre : Horror
Lauflänge : 102 Minuten
Freigabe : ab 12 Jahren (Frankreich) / ab 14 Jahren (Italien)

Regie : Antonio Margheriti (Anthony M. Dawson)
Drehbuch : Anthony M. Dawson, Giovanni Addessi, Jean Grimaud
Buch : Edgar Allan Poe (“Danse Macabre”)
Musik : Riz Ortolani

Darsteller :
Klaus Kinski
Anthony Franciosa
Michèle Mercier
Karin Field
Peter Carsten
Raf Baldassare
Silvano Tranquilli
Irina Malewa

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Inhalt :
Zu Beginn des Films sieht man Klaus Kinski – in der Rolle des Edgar Allan Poe – betrunken und halb wahnsinnig durch zahlreiche Gruften irren. Dann schließlich findet er das Grab, welches er suchte und bricht es wie in einem Fieberwahn auf. Eine weibliche Stimme schlägt ihm aus dem geöffneten Sarkophag entgegen und sie ruft seinen Namen ...
Dies ist aber nur eine Schauermär, die eben dieser Edgar Allan Poe, in einem Wirtshaus sitzend, zum Besten gibt. Doch ob sie der Wahrheit entspricht oder nur eine Ausgeburt seiner Fantasie ist, lässt Poe offen. Er vertritt die These, dass das irdische Leben nicht mit dem Tode aufhört, sondern dass es danach noch weitergeht.
Der Journalist Alan Foster (Anthony Franciosa) betritt die Schänke und will das vereinbarte Interview mit Poe machen. Foster glaubt nicht an die Gruselgeschichten von Poe und tut diese als reine Effekthascherei ab. Doch Lord Lockwood, ein guter Freund Poes, will ihn eines Besseren belehren. Also geht Foster eine Wette mit Poe und Lockwood ein: Er muss eine Nacht auf dem Schloss der Lockwoods, einem alten Anwesen namens´Providence´, verbringen – und überleben ! Dort sollen der Sage nach Gespenster hausen, die den Grafen Dracula verehren und nur ein besonders mutiger Mann sei in der Lage, diese Legende zu zerstören. Und obwohl Poe dem Journalisten nochmals versichert, dass seine Geschichten keine Hirngespinste sind, geht Foster auf die Wette ein.
Doch schon bald muss Foster feststellen, dass es auf Providence nicht mit rechten Dingen zugeht. Bereits kurz nach seiner Ankunft macht er dort die Bekanntschaft der schönen Elisabeth Lockwood (Michèle Mercier), der Schwester des Lords. Aber das Schloss sollte doch angeblich unbewohnt sein!? Und noch eine weitere Frau, Julia (Karin Field), taucht plötzlich auf. Als Foster in der Nacht schließlich
den Verführungskünsten von Elisabeth erliegt, stürmt der Stallbursche Herbert ins Zimmer und tötet Elisabeth mit einem Dolch. Foster verfolgt den Mörder, der jedoch verschwindet vor seinen Augen. Auch die tote Elisabeth ist urplötzlich verschwunden. Foster beginnt, seinen eigenen Sinnen nicht mehr zu trauen. Sollte es doch die von Poe beschriebenen Geister geben ?

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Mit den Mitteln, die Filmemachern heutzutage zur Verfügung stehen, würde man sicher aus „Dracula im Schloss des Schreckens“ einen Klassenschlager machen können. Die Story ist packend und gruselig, die Auflösung überraschend und unvorhersehbar. Leider schnitt der Film damals nicht so gut ab, was aber mehr an Regie und Produktion gelegen haben mag als an den Darstellern. Wo einem die Storyideen ausgingen, wurde einfach ein bisschen nackte Haut untergeschoben. Und so sind die Zusammenhänge oftmals nur schwer durchschaubar und erschließen sich dem Zuschauer erst nach mehrmaligen Ansehen des Films.
Trotzdem ist „Dracula im Schloss des Schreckens“ spannend und gruselig erzählt, die Schauspieler allesamt recht überzeugend und Klaus Kinski sehr eindringlich und packend in seiner Rolle als Edgar Allan Poe. Obwohl Kinski nur in der ersten Viertelstunde und in der Finalszene zu sehen ist, prägt er diesen Film. Schon die Anfangssequenz, als Kinski wie wild durch die Katakomben irrt und alles kurz und klein schlägt, ist das Eintrittsgeld wert gewesen. Man sieht Kinski an, welch Schrecken und Alpträume die Erlebnisse des Edgar Allan Poe in diesem ausgelöst haben müssen. Kinskis von Angst erfüllte, fiebrige Augen drücken das Seelenleben seiner Rollenfigur wieder einmal sehr überzeugend aus.
Die übrigen Mimen bewegen sich allesamt auf gleichem Niveau. Niemand, der einem unbedingt im Gedächtnis haften bleiben könnte, allerdings fällt auch keiner negativ auf. Peter Carsten agiert routiniert, auch Franciosa zeigt keine nennenswerten Schwächen. Michèle Mercier tut das, was sie in den´Angelique´-Filmen gelernt hat – sie wälzt sich vornehmlich mehr oder weniger anmutig im Bett herum. Vielleicht ragt Karin Field noch ein wenig heraus. Die junge Dame mit den Katzenaugen könnte auf jeden Fall den ´bösen Blick´ erfunden haben.
„Dracula im Schloss des Schreckens“ hat wie auch schon „Das Schloß der blauen Vögel“ die zweifelhafte Ehre, in das´Lexikon der schlechtesten Filme aller Zeiten´ aufgenommen worden zu sein. Was wieder einmal die Theorie untermauert, dass manchmal die schlechtesten Filmen eben auch die geilsten Filme sind.

9 / 10

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17. Sep 2013 14:32
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