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 John Irving - Bis ich dich finde 
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Beitrag John Irving - Bis ich dich finde
John Irving - Bis ich dich finde

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Originaltitel: Until I Find You
Originalausgabe 2005, dt. Ausgabe 2006
Diogenes Verlag
1140 Seiten


"Bis ich dich finde" ist die Geschichte des Schauspielers Jack Burns. Seine Mutter ist Tätowiererin, sein Vater ein Organist, der verschwunden ist.
Ein Roman über Obsessionen und Freundschaften; über fehlende Väter und (zu) starke Mütter; über Kirchenorgeln, Ringen und Tattoos; über gestohlene Kindheit, trügerische Erinnerungen und über die Suche nach der einen Person, die unserem Leben endlich einen Sinn gibt. (Klappentext)

Obwohl ich schon ewig ein großer Irving-Fan bin, hatte ich dieses Buch sehr lange ungelesen rumliegen. Ein Grund dafür waren die für mich ein bisschen enttäuschenden Vorgänger "Witwe für ein Jahr" und "Die vierte Hand". Und etwas enttäuscht bin ich nun auch von "Bis ich dich finde".

Hauptfigur ist Jack Burns, der seine ersten Lebensjahre in verschiedenen nordeuropäischen Städten, in kleinen Hotels und Tätowiersalons verbringt. Grund dafür ist die obsessive Suche seiner Mutter nach seinem verschwundenen Vater. Erst als Erwachsener, inzwischen ein berühmter Schauspieler, erfährt Jack, dass hinter den Reisen mit seiner Mutter mehr steckt. Dazwischen hat Jack mit den Problemen des Erwachsenwerdens zu kämpfen, mit seiner Selbstfindung, seiner Karriere und natürlich den Frauen.

Gespickt ist die Geschichte mit skurrilen Figuren und absurden Situationen, wie ich es von Irving kenne und liebe. Trotzdem hab ich viele Seiten gebraucht, um einigermaßen mit der Geschichte warm zu werden. Zu sprunghaft war mir die Erzählung anfangs, zu viele Orte und Personen werden erwähnt, die letztlich keine große Rolle spielen. Erst ab dem zweiten Teil, als sich die Handlung mehr auf Jack konzentriert, konnte mich das Buch fesseln. Doch leider gibt es auch hier immer wieder Abschnitte, die sich etwas zäh lesen. Wenn zB immer wieder Personen relativ ausführlich eingeführt werden, die eine Seite weiter wieder in der Versenkung verschwinden, oder das übertriebene Namedropping real existierender Film-Leute bei der Schilderung von Jacks Schauspielerkarriere (obwohl ich das Zusammentreffen von Jack mit Arnold Schwarzenegger auf dem Klo schon ganz witzig finde). Ich mag Irvings ausufernden Erzählstil und seine Einschübe, aber bei diesem Buch hatte ich wie bei keinem anderen das Gefühl, dass es schlicht zu lang ist und der Geschichte eine Kürzung gut täte. Auch mit den Figuren hab ich so meine Schwierigkeiten. Ich weiß nicht, woran es liegt, doch viele der wichtigeren Figuren empfinde ich als weniger lebendig als die früherer Irving-Werke.

Insgesamt ist "Bis ich dich finde" damit ein leicht überdurchschnittliches Buch, nicht wirklich schlecht, aber eben auch nicht rundum gelungen. An so grandiose Bücher wie "Zirkuskind" oder gar "Owen Meany" reicht es jedenfalls nicht heran.

6,5/10


2. Aug 2013 21:08
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