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 Die drei Musketiere (2011) 
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Beitrag Die drei Musketiere (2011)
Die drei Musketiere (2011)

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Originaltitel: The Three Musketeers
Herstellung: D/F/GB/USA 2011
Regie: Paul W.S. Anderson
Darsteller: Logan Lerman, Matthew Macfadyen, Ray Stevenson, Luke Evans, Christoph Waltz, Milla Jovovich, Orlando Bloom, Mads Mikkelsen, Freddie Fox, Juno Temple, Gabriella Wilde
FSK: 12 Jahre
Länge: 105 Minuten
Trailer

Mit dem Empfehlungsschreiben seines Vaters in der Tasche macht sich der junge Gascogner D’Artagnan im Frankreich des 17. Jahrhunderts auf nach Paris, um als Musketier in die Dienste Ludwig XIII. zu treten. Schon an seinem ersten Tag legt er sich – in Unkenntnis ihrer Person - mit den drei berühmten Musketieren Athos, Porthos und Aramis an, die allerdings schon bessere Tage gesehen haben. Damit nicht genug bringt D’Artagnan auch noch Rochefort, den Gardelieutenant Kardinal Richelieus, gegen sich auf und verliebt sich in die Hofdame Constance. Ehe er es sich versieht, ist er in eine Intrige gegen die Königin verwickelt und befindet sich auf dem Weg nach England, um gemeinsam mit den Musketieren einen Krieg gegen Frankreich zu verhindern. Doch ihr Gegner ist der Herzog von Buckingham, der den Musketieren schon einmal ein Schnippchen geschlagen hat und noch dazu mit der verräterischen Milady de Winter im Bunde ist. (amazon.de)

Der Film basiert auf dem schon mehrfach verfilmten gleichnamigen Buch von Alexandre Dumas dem Älteren, erstmals erschienen 1844.
Der Film wurde komplett in D produziert, Drehorte waren u.a. historische Gebäude in Bamberg, München, Würzburg und auf Herrenchiemsee.

Diese Verfilmung des Musketier-Stoffs kommt sehr actionbetont daher. Es gibt die klassischen Degenduelle, aber auch Schießereien, ein bisschen Zeitlupen-Martial-Arts und einen spektakulären Kampf zweier Luftschiffe. Wäre nicht das historische Ambiente, würde das Ganze wie ein durchschnittlicher, moderner Actionfilm wirken. Teilweise erscheint das Ganze comichaft überzogen durch die wenig zeitgemäßen technischen Spielereien, wie die Luftschiffe oder auch die ausgeklügelten Einbruchssicherungen. Dadurch erweckt der Film den Anschein, sich zu keiner Zeit Ernst zu nehmen. Das muss ja nicht schlecht sein, nur leider tritt bei all dem Drumherum die Geschichte, in deren Zentrum der machtgierige und intrigante Kardinal Richelieu steht, in den Hintergrund. Die Figuren werden da, wenig erstaunlich, recht oberflächlich dargestellt, und wirken zT geradezu karikaturenhaft überzeichnet. Lediglich bei Athos (Matthew Macfadyen) scheint gelegentlich etwas mehr Tiefe durch.

Auch mit der Besetzung bin ich nicht völlig zufrieden. Logan Lerman (D'Artagnan) und Freddie Fox (König Louis XIII.) kommen übertrieben milchbubihaft rüber, während Milla Jovovich als Milady de Winter zu sehr auf Action-Amazone macht. Gut gefällt mir dagegen die Besetzung der Titelhelden mit Macfadyen, Luke Evans und Ray Stevenson, auch wenn letztere ein bischen zu sehr im Hintergrund stehen. Und mit Christoph Waltz und Mads Mikkelsen als Bösewichten kann sowieso nicht viel schiefgehen, obwohl Waltz hier weniger bedrohlich erscheint als in anderen Rollen. Überrascht hat mich Orlando Bloom, der hier mal als Bösewicht zu sehen ist, und diese intrigante und überzeichnete Figur mit viel Spielfreude und etwas Ironie sehr amüsant darstellt.

Insgesamt bin ich von diesem Film jedoch ein bisschen enttäuscht, allein aufgrund des Cast hatte ich mir mehr versprochen. Für's Auge gibt's hier einiges, die Locations sowie Ausstattung und Kostüme sind schon sehenswert und auch die Actionsequenzen sind gut inszeniert. Allerdings kommen mir die Action und die erwähnten Spielereien zu modern und gewollt daher. Sie erscheinen mir in dieser zT ja durchaus historischen Handlung etwas deplatziert, und wirken wie ein verzweifelter Versuch, der wohlbekannten Geschichte ein bisschen Originalität zu verleihen und sich an ein junges Publikum ranzuschmeißen. Dabei bleiben nur leider Geschichte und Figuren auf der Strecke, was "Die drei Musketiere" zu einem bombastischen Action-Spektakel ohne Tiefgang macht. Den Charme der Verfilmungen von 1948 und 1993 erreicht diese damit bei weitem nicht.

6/10


13. Okt 2013 21:11
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